Wohnungsarmut Bezahlbaren Wohnraum schaffen—im Landkreis Calw!

Veröffentlicht am 10.02.2020 in Kommunalpolitik

Der SPD Kreisvorstand hat sich mit einem der wichtigsten Themen im Landkreis Calw beschäftigt. „In allen Orten fehlen bezahlbare Wohnungen und der bisherige Wohnungsbau reicht nicht aus, um den Wohnungsmangel zu beheben. Wenn jetzt nicht schnell gehandelt wird, ist der soziale Frieden gefährdet“, kritisierte Andreas Reichstein, stellvertretender Kreisvorsitzender. 

 In der jetzt veröffentlichten Studie, Schwarzwälder Bote am 07.02. 2020, der Prognos AG für den Nordschwarzwald sind die Versäumnisse der letzten Jahre Schwarz auf Weiß nachzulesen. „In den Jahren 2011 bis 2017 wurden 6.300 Wohnungen zu wenig gebaut, diese fehlen heute auf dem Wohnungsmarkt. Da aber bis 2035 die Einwohnerzahl im Landkreis Calw um weitere 26.500 Personen anwächst, wird sich die Wohnungsnot drastisch verschlechtern,“ erläuterte Richard Dipper Ortsvorsteher in Ottenbronn. „Die SPD im Kreis und im Kreistag fordert seit Jahren massiv in den bezahlbaren Wohnungsbau einzusteigen, aber die konservativen Parteien CDU; FDP und Freie Wähler haben alles abgelehnt und in den letzten Jahren keinerlei Initiative gezeigt, um das Wohnungsproblem anzugehen, die politische Verantwortung für den Wohnungsmangel im Kreis Calw liegt bei diesen Parteien!“ erklärte der stellvertretende Kreisvorsitzende Paul Sander. „Die Folgen für Menschen im Landkreis Calw sind jetzt schon zu spüren: Wohnungsangebote sind auf dem Mietmarkt drastisch zurückgegangen und kaum noch zu finden, die Mieten steigen von Jahr zu Jahr und der fehlende Wohnraum wird langsam auch zur Vollbremse für die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Calw! Verlierer auf dem Wohnungsmarkt sind Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen, Wohnen darf nicht zum Luxusgut werden!“ forderte Andreas Reichstein. 
Im SPD Kreisvorstand wurde diskutiert, was in den nächsten Monaten und Jahren die wichtigsten Schritte sein werden, um die Wohnungsnot zu lindern. „Die Kommunen müssen zügig Bauland erschließen und einen aktualisierten Flächennutzungsplan aufstellen, damit auch mehrgeschossig gebaut werden kann! Die Gründung einer kommunalen Wohnbaugesellschaft durch mehrere Kommunen ist dringend nötig, damit auch die Fördermittel des Landes aus der „Wohnraumoffensive“ endlich im Landkreis Calw ankommen!“ so David Mogler. Da die Hessebahn mit 90% aus Bundes- und Landesmitteln gefördert werden soll, haben die Kommunen Finanzmittel frei, die bisher gebunden waren. Diese müssen jetzt für eine Bodenvorratspolitik eingesetzt werden, damit Brachflächen und Bauland für bezahlbaren und sozialen Wohnungsbau gewonnen werden. Dies würde auch zu einer Preisdämpfung bei den Grundstückskosten führen. Von den Kommunalpolitikern darf kein Ping Pong gespielt werden und Schuldzuweisungen an Land und Bund ausgeteilt werden. „Die Kommunen sind jetzt in der Pflicht, sofort und tatkräftig zu handeln, denn Wohnen ist ein Menschenrecht“ fasste Andreas Reichstein zusammen. 
 

 

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