

Ebhausen-Rotfelden. - Mit Blick auf die Landtagswahl 2026 und zentrale Zukunftsfragen tagte der SPD-Kreisverband Calw in Rotfelden bei einer engagierten Kreismitgliederversammlung. Unter der Leitung der Kreisvorsitzenden und Landtagskandidatin Daniela Steinrode diskutierten und entschieden die rund 55 anwesenden Mitglieder zentrale Fragen für die kommenden Monate und die Landtagswahl 2026.
Nach der Begrüßung durch Daniela Steinrode wählte die Versammlung die Mandatsprüfungs- sowie die Wahl- und Zählkommission. Ein Geschäftsordnungsantrag, den Tagesordnungspunkt zur Einführung eines Delegiertenprinzips abzusetzen, wurde bereits zu Beginn abgelehnt.
In geheimer Wahl bestimmten die Mitglieder ihre Delegierten für den Landesparteitag. Gewählt wurden Daniela Steinrode, Florian Kling und Carl Staud. Jette Wagler, David Mogler und Roland Helber wurden als Ersatzdelegierte benannt. Ein Antrag auf Wiederholung des Wahlgangs wurde von der Versammlung klar abgelehnt.
Ein Schwerpunkt der Versammlung war der Antrag der Arbeitsgemeinschaft 60 Plus, im SPD-Kreisverband Calw wieder das Delegiertenprinzip einzuführen. Nach intensiver Debatte entschied die Mitgliederversammlung mit deutlicher Mehrheit, am bisherigen Mitgliederprinzip festzuhalten. In der Diskussion sprachen sich viele Mitglieder dafür aus, dass die direkte Beteiligung der Mitglieder bei Entscheidungen, die den Kreisverband vor Ort betreffen, grundlegend wichtig und sinnvoll sei. Das Mitgliederprinzip stärke die Basisdemokratie, da jedes Mitglied unabhängig von Ortsvereinsgrößen stimmberechtigt sei und Anträge einbringen könne. Mehrere Redner betonten, dass auch auf Bundesebene bei wichtigen Entscheidungen zunehmend auf das Mitgliederprinzip gesetzt werde – wie etwa bei der Wahl von Saskia Esken zur Parteivorsitzenden. Demgegenüber argumentierten Mitglieder der AG 60 Plus, dass ein Delegiertensystem die Ortsvereine stärker einbinde und ihnen klare Mandate gebe. Die Mehrheit der Versammlung folgte jedoch der Auffassung, dass lebendige und aktive Ortsvereine durch das Mitgliederprinzip besser abgebildet würden und demokratische Teilhabe breiter gewährleistet sei.
Mit großer Mehrheit unterstützte die Versammlung zudem einen Antrag des SPD-Kreisverbands Neckar-Odenwald, Erst- und Zweitkandidierende wie bislang unterschiedlicher Geschlechter aufzustellen aber künftig auf Ersatzlisten bei der Landesliste zu verzichten.
Wahlkampfleiterin für den Landtagswahlkampf, Dorit Adar, berichtete des Weiteren von einem engagierten und erfolgreichen Mitgliedertreffen auf der Burg Bad Liebenzell. Daniela Steinrode machte deutlich, dass die SPD im Kreis Calw geschlossen und motiviert in die Vorbereitungen für die Landtagswahl am 8. März 2026 startet.
„Wir haben heute gezeigt, dass wir als SPD im Kreis Calw wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen und klar auf Basisbeteiligung setzen. Jetzt gilt es, mit voller Energie in den Landtagswahlkampf zu gehen“, so Daniela Steinrode in ihrem Schlusswort.
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