Rainer Prewo will „ganz nah bei den Bürgern sein“

Veröffentlicht am 11.07.2010 in Wahlkreis

v.l. Saskia Esken, Dr. Rainer Prewo
  • Die SPD im Kreis Calw nominiert den Landtagsabgeordneten und ehemaligen Nagolder OB Rainer Prewo einstimmig als Kandidat für die Landtagswahl am 27. März 2011

NAGOLD. Eindeutiger hätte das Ergebnis bei der Nominierung des SPD-Kandidaten für die nächste baden-württembergische Landtagswahl im Landkreis Calw nicht sein können. Einstimmig haben die Mitglieder den Landtagsabgeordneten und ehemaligen Nagolder Oberbürgermeister Rainer Prewo zum Kandidaten gekürt. „Das ist ein historisches Ergebnis“, sagte Versammlungsleiter Andreas Reichstein am Ende der Wahl, bei der 55 von 55 Stimmberechtigten für den sozialdemokratischen Wirtschaftspolitiker gestimmt hatten.

Als Ersatzkandidatin wurde auf den einstimmigen Vorschlag des Kreisvorstands sowie auch auf Wunsch Prewos die SPD-Kreisvorsitzende Saskia Esken nominiert. Sie vereinte bei einer Enthaltung 50 Stimmen auf sich. Esken, die sich im vergangenen Jahr für die SPD im Wahlkreis Calw/Freudenstadt um ein Bundestagsmandat bemüht hatte, war damit der Bitte Prewos gefolgt, „damit wir gemeinsam ein gutes Ergebnis für die Sozialdemokratie erreichen können“. Prewo hatte zuvor versichert, dass er über die gesamte Legislaturperiode hinweg seine Arbeit im Stuttgarter Landtag fortsetzen möchte und fügte vor der Wahl Eskens scherzhaft hinzu: „Ich hoffe, dass ich sie nicht zum Nachrücken brauche.“ Die Sozialdemokratin Esken, die für die SPD im Bad Liebenzeller Gemeinderat sitzt und auch Mitglied des Kreistags und der Regionalverbandsversammlung ist, hatte bereits nach der vergangenen Bundestagswahl zugesagt, bei der nächsten Bundestagswahl wieder für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt um ein Mandat in Berlin kämpfen. „Das habe ich versprochen und daran hat sich auch nichts geändert“, sagte sie auf Nachfrage aus den Mitgliederreihen. Vor der klaren Nominierung der beiden SPD-Kandidaten hatte Rainer Prewo nicht nur eine beeindruckende Bilanz seiner bisherigen landespolitischen Arbeit präsentiert, er machte auch deutlich, dass die SPD im Land weiterhin viel zu tun hat, denn: „Die schwarz-gelbe Regierung bringt unser Land nicht mehr voran.“ Prewos oberstes Ziel ist es, einen Regierungswechsel im Südwesten zu erreichen und er ist überzeugt, dass die SPD mit einer guten Politik „auch deutlich zulegen“ kann. Allerdings sei es kein einfaches Unterfangen, den erneuten Einzug in den Landtag zu schaffen, um das 2006 für die SPD errungene Mandat erstmals zu verteidigen. Insbesondere das veränderte Wahlrecht stelle die SPD dabei vor eine besondere Herausforderung. Ebenso einstimmig wie jetzt die Mitglieder für Prewo votiert hatten, hatte auch der Kreisvorstand zuvor den ehemaligen Nagolder OB zu einer erneuten Kandidatur aufgefordert. Diese klare Position sei ihm wichtig gewesen und habe ihm auch den nötigen Ansporn und Rückhalt für die Wiederkandidatur gegeben. „Ich bin motiviert bis in die Haarspitzen“, scherzte Prewo, machte aber auch deutlich, dass er sich nach der nächsten Legislaturperiode aus der Landespolitik zurückziehen will. „Eine erneute Kandidatur von mir wird es dann nicht geben.“ Rainer Prewo will auf der landespolitischen Bühne wie in der Vergangenheit durch eine gute und klare Sachpolitik überzeugen. Außerdem will er „ganz nah“ bei den Menschen sein und sich für eine sozialere Ausrichtung der Politik engagieren. Er will sich gegen die um sich greifende Klientelpolitik stellen, setzt auf mehr Gerechtigkeit und Chancen für alle Gesellschaftsschichten und will in seinem intensiven und hoch motivierten Wahlkampf viele Gespräche führen und die Menschen von der Politik der SPD überzeugen. Die schlechte Regierungsleistung im Land und im Bund böte die Chance, eine erfolgreiche SPD-Politik zu machen, wobei die Sozialdemokraten nicht nur in den Themenfeldern Gleichstellung, Bildung, Integration, Mindestlohn oder erneuerbare Energien „feste und stabile Werte bieten“.

 

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