Gesundheitsversorgung und Mittelstand im Fokus: Steinrode besucht Sanitätshaus Reutter in Calw

Veröffentlicht am 01.02.2026 in Allgemein

52 Beschäftigte, zwei Standorte und mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung: Beim Besuch im Sanitätshaus Reutter informierte sich die SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode gemeinsam mit ihrem Ersatzkandidaten Jochen Maier über die Arbeit des mittelständischen Gesundheitsunternehmens am Hauptsitz in Calw. Empfangen wurden sie von Geschäftsführer Andreas Gockenbach und seiner Assistentin Tamina König.

Gockenbach stellte das 1977 gegründete Unternehmen vor, das heute medizinische Hilfsmittel, Orthopädie- und Reha-Technik, Homecare-Leistungen sowie Angebote für den Sportbereich umfasst. „Öffentlichkeitsarbeit wird für Sanitätshäuser immer wichtiger, da viele Menschen erst im Bedarfsfall mit ihnen in Kontakt kommen und erst dann wahrnehmen, welchen Beitrag in der Gesundheitsversorgung wir leisten“ berichtete Andreas Gockenbach. Daniela Steinrode unterstrich die Bedeutung solcher Betriebe für die Region: „Sanitätshäuser leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur wohnortnahen Gesundheitsversorgung – oft im Hintergrund, aber mit enormer Verantwortung für die Menschen vor Ort.“
Als große Chance für die zukünftige Entwicklung bezeichnete Gockenbach den entstehenden Gesundheitscampus Calw mit der neuen Klinik in unmittelbarer Nachbarschaft. Gleichzeitig sprach er offen über die Herausforderungen der Branche. Dazu zählen unter anderem der zunehmende Ärztemangel im ländlichen Raum, der Fachkräftemangel und steigender Kostendruck. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzt das Unternehmen gezielt auf eigene Ausbildung. Parallel gewinnt der Online-Handel zunehmend an Bedeutung und stellt auch Sanitätshäuser vor neue Anforderungen im Wettbewerb, bei Beratung, Service und Logistik.
Auch strukturelle Zukunftsfragen spielen im Betrieb bereits eine Rolle. So ist die Unternehmensnachfolge frühzeitig in den Fokus gerückt: Sowohl Sohn als auch Tochter von Andreas Gockenbachzeigen Interesse, das Sanitätshaus Reutter perspektivisch weiterzuführen. 
Jochen Maier hob den Mehrwert des Besuchs hervor: „Gerade solche mittelständischen Betriebe zeigen, wie viel Fachwissen, Engagement und Zukunftsorientierung in unserer Region stecken. Das verdient politische Aufmerksamkeit und Unterstützung.“
Bei einem Rundgang durch das Unternehmen wurden die vielfältigen Anforderungen und Herausforderungen eines Sanitätshauses durch die verschiedenartigsten Tätigkeitsbereiche deutlich: ob Rollstühle für Kleinkinder, Prothesen oder Hilfsmittel für die Rehabilitation nach Operationen – all das wird hier angeboten und vieles davon selbst und passgenau hergestellt. 
Zum Abschluss dankte Daniela Steinrode für den offenen Austausch und betonte die Bedeutung des Mittelstands für Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stärke im Landkreis Calw.

 

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