SPD Nagold besucht das YOUZ in Nagold

Veröffentlicht am 22.11.2022 in Ortsverein

Auf dem Bild von links nach rechts: Marina Ederle, Daniel Geese, Hans Meier, Emel Napolitano, Daniela Steinrode, Carl St

Das Nagolder Jugendhaus YOUZ ist weit über die Stadtgrenzen hinaus unter Jugendlichen bekannt und beliebt – weil es bietet, was in den Städten der Umgebung seinesgleichen sucht. Die Vielfalt der Angebote für junge Menschen ist enorm und ebenso die verschiedenen Aufgabengebiete, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des YOUZ bewältigen. Darüber und über die aktuellen Sorgen, Nöten und Wünschen des YOUZ informierte sich die Nagolder SPD bei einem Besuch. Der Geschäftsführer des  YOUZ Gerd Hufschmidt sowie die stellvertretende Geschäftsführerin Emel Napolitano führten durch ihr Haus und berichteten von den vielfältigen Aufgabengebieten, die sich während des Bestehens des YOUZ stark gewandelt haben.

SPD Stadtrat Daniel Geese brachte es mit einer Frage direkt auf den Punkt: „Was würde passieren, wenn es das YOUZ nicht geben würde?“ Das YOUZ sei für viele Jugendliche eine zweite Heimat und Familie, hier hätten sie einen Rückzugsort gefunden und Ansprechpartner, die ihnen mit Rat und Tat helfend zur Seite stünden, entgegnete Emel Napolitano. „Dies sagen uns unsere Besucher genau so regelmäßig, und das erleben wir in der täglichen Arbeit mit den jungen Menschen zwischen 12 und 22, und das spiegelt sich in den hohen Besuchszahlen wider. Freitags sind oft 80 – 100 Jugendliche im YOUZ. Diese müssten sich den Begegnungsort YOUZ anderswo suchen, und in anderen Städten passiert das dann häufig auf der Straße.“ SPD Stadtrat und Fraktionsvorsitzender Daniel Steinrode betonte, wie sich das YOUZ über die Jahrzehnte und seit Beginn der Tätigkeit von Gerd Hufschmidt positiv gewandelt habe. „Leider erleben wir manchmal mangelnde Wertschätzung“ beklagte Hufschmidt und fügte hinzu: „häufig passiert dies einfach aufgrund mangelnden Wissens und unzureichender Kenntnisse über die Arbeit des YOUZ.“

SPD Stadtrat Wolfgang Henne erkundigte sich nach den Bildungsangeboten im Haus. Die Besucher erfuhren dabei, dass auch zahlreiche externe Gruppen das Jugendhaus für Treffen, Veranstaltungen, Proben oder Ausbildung wie etwa das Jugendrotkreuz nutzen.

Die Kinderkiste des YOUZ beispielsweise ist eine YOUZ-Erfolgsgeschichte – und das nunmehr seit bereits 30 Jahren. Was damals mit einer Handvoll Kindern begann und durch die damalige SPD Stadträtin Sigrun Vögele initiiert wurde, ist mittlerweile für 120 Sechs- bis Zehnjährige und deren Familien zu einer unverzichtbaren Kinderbetreuung am Nachmittag geworden. Neben Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung erwarten die Kinder auch Angebote im Bereich Sport, Kunst, Musik und vielem mehr – auch die Ferienbetreuung in nahezu allen Ferien ist immer schnell ausgebucht. Die Preise für die Familien sind sehr günstig und können nur mit Unterstützung der Stadt Nagold finanziert werden. SPD Ortsvereinsvorsitzende Marina Ederle erkundigte sich, ob es denn ausreichend Personal gebe. „Der Erziehermangel ist jetzt schon prekär. Aber wie sollen wir es ab 2026/27 stemmen, wenn es einen Anspruch auf Ganztagesbetreuung an Grundschulen geben wird?“ warf Gerd Hufschmidt in den Raum. Und Emel Napolitano betonte, dass eine gute Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabdingbar sei, um eine Abwanderung in andere Städte und Einrichtungen zu verhindern. „Wenn wir hier weiter mitspielen und auf diesem hohen Niveau weiterarbeiten wollen, dann muss dies unbedingt von der Stadt gewährleistet werden.“ Die SPD Kreisvorsitzende Daniela Steinrode erkundigte sich nach den Auswirkungen durch und nach der Coronapandemie. Entgegen vieler anderer Freizeitangebote, die eine negative Tendenz der Teilnehmer verbuchen mussten, machte das YOUZ die gegenteilige Erfahrung. „Die Kinder und Jugendlichen waren froh, sich nach den Beschränkungen wieder persönlich treffen und die Angebote wahrnehmen zu können.“ betonte Hufschmidt und fügte hinzu, dass auch der
Proberaum inzwischen wieder von verschiedenen Bands genutzt werde. Carl Staud, Beisitzer im SPD Ortsverein erkundigte sich nach der Schulsozialarbeit, die vom Jugendhaus organisiert wird. Die Gäste erfuhren, dass inzwischen neun Schulen vom YOUZ damit betreut werden – wichtige Stellen, ohne die sich Schulen ihre pädagogische Arbeit nicht mehr vorstellen können. „Das ist in diesen schwierigen Zeiten und auch in unserer Gesellschaft vor Ort wichtiger denn je“ betonte Hans Meier vom SPD Ortsverein.

Dass es seit einigen Jahren keinen Bericht des YOUZ im Gemeinderat der Stadt Nagold mehr gegeben hat, bedauerte SPD Stadtrat Marco Ackermann, der zukünftig den Draht zwischen Jugendhaus und Fraktion halten wird. „Wir sind sehr gerne dazu bereit und würden unsere Arbeit im Gemeinderat gerne regelmäßig vorstellen“ freute sich Gerd Hufschmidt, und Daniel Steinrode versprach, dass die SPD Gemeinderatsfraktion einen entsprechenden Antrag an den Gemeinderat und die Stadtverwaltung auf den Weg bringen werde.

 

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