SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode: „A81-Ausbau ist unverzichtbar"

Veröffentlicht am 07.10.2025 in Allgemein

 

Calw/Böblingen. – Die jüngsten Meldungen, wonach die Finanzierung des A81-Ausbaus vom Anschluss Sindelfingen-Ost bis zum Autobahnkreuz Stuttgart ins Wanken geraten könnte, sorgen für erhebliche Unruhe in der Region. Das Bundesverkehrsministerium hatte eingeräumt, dass im Bundeshaushalt für den Zeitraum 2026 bis 2029 ein Defizit von rund 15 Milliarden Euro für den Bundesfernstraßenbau drohe. Zahlreiche Projekte, darunter auch die Fortführung des A81-Ausbaus, könnten deshalb verschoben werden.

Die SPD-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Calw, Daniela Steinrode, warnt eindringlich vor den Folgen einer solchen Verzögerung:

„Der ländliche Raum lebt von seiner Anbindung. Wer hier bei zentralen Verkehrsprojekten den Rotstift ansetzt, riskiert Stillstand. Für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Calw, aber auch für unsere heimischen Betriebe, ist die A81 die wichtigste Lebensader Richtung Stuttgart und darüber hinaus. Wenn das Nadelöhr Böblingen/Sindelfingen nicht endlich beseitigt wird, gefährdet das Arbeitsplätze, schwächt die Wirtschaftskraft und verschlechtert die Lebensqualität.“

Bereits jetzt leidet die Region unter extremen Stau- und Belastungswerten. Die wirtschaftlichen Schäden sind erheblich: Industrieunternehmen und Zulieferer sind in besonderem Maße auf verlässliche Logistikketten angewiesen. Steinrode betont, dass sich die Probleme nicht auf den Landkreis Böblingen beschränken, sondern direkte Auswirkungen bis in den Schwarzwald hinein haben:

„Ob in Calw, Nagold, Wildberg, Haiterbach oder Altensteig – unsere Unternehmen sind auf eine funktionierende Verkehrsanbindung angewiesen. Gerade im Kreis Calw finden sich viele mittelständische Unternehmen, die auf eine gute Infrastruktur angewiesen sind. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die täglich in den Ballungsraum Stuttgart pendeln, verlieren durch nichtfunktionierende Infrastruktur erhebliche Lebenszeit. Wer die A81 nicht zu Ende denkt, schneidet den Nordschwarzwald von wichtigen Märkten ab. Das dürfen wir uns nicht leisten.“

Die Landtagskandidatin verweist auch auf die besonderen Herausforderungen des ländlichen Raums: Während Ballungszentren häufig von dichtem ÖPNV-Netz profitieren, seien Bürgerinnen und Bürger auf dem Land in vielen Fällen weiterhin auf das Auto angewiesen. „Deshalb ist es nicht akzeptabel, wenn gerade hier Infrastrukturprojekte auf die lange Bank geschoben werden“, so Steinrode.

Zugleich zeigt sie Verständnis für die schwierige Haushaltslage des Bundes, fordert aber eine klare Prioritätensetzung:

„Niemand bestreitet, dass es finanzielle Herausforderungen gibt. Aber wenn Projekte gestrichen oder verschoben werden, darf das nicht zu Lasten der Regionen gehen, die ohnehin mit strukturellen Nachteilen kämpfen. Der Bund muss den Ausbau der A81 klar priorisieren – als zentrales Zukunftsprojekt für Baden-Württemberg.“

Die SPD-Politikerin kündigt an, das Thema auch im direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkreis aufzugreifen. „Viele Menschen erleben die Staus und Behinderungen täglich am eigenen Leib. Sie erwarten zu Recht, dass hier Lösungen kommen – und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.“

Hintergrund:

Der Ausbau der A81 zwischen Böblingen-Hulb und Sindelfingen-Ost befindet sich seit Jahren in Umsetzung. Die Verlängerung bis zum Autobahnkreuz Stuttgart war als nahtlose Fortsetzung geplant, befindet sich jedoch noch in der Vorentwurfsphase. Politik und Wirtschaft im Landkreis Böblingen hatten jüngst mit deutlichen Worten vor einer Verschiebung des Projekts gewarnt.

 

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