Prewo: „Eine Vision für unsere Region“

Veröffentlicht am 09.03.2021 in MdB und MdL

Am Montag gab es eine weitere Veranstaltung in der Let’s talk about… Reihe der SPD Ortsvereine Nagold und Wildberg, zusammen mit Landtagskandidat Philipp Göhner. In dieser Reihe wurde über diverse kommunale und landespolitische Themen diskutiert. Dieses Mal ging es um einen Antrag der SPD Kreistagsfraktion initiiert von Dr. Rainer Prewo (Kreisrat und Ehrenbürger der Stadt Nagold) und Ulrich Mansfeld (ehemaliger Stadtrat in Nagold). Prewo und Mansfeld informierten die 30 zugeschalteten Besucher über den Antrag, der eine Machbarkeitsstudie für eine Regionalstadtbahn Nagold - Herrenberg mit einer Erweiterungsoption nach Altensteig vorschlägt.

Zu Beginn der Veranstaltung informierte Ulrich Mansfeld die Anwesenden über vergangene Überlegungen für eine Bahnstrecke zwischen Nagold und Herrenberg: „Bereits im Jahr 1904 gab es erste Überlegungen über diese Strecke. In der vergangenen Zeit scheiterten die Pläne immer an Zweifeln an der Wirtschaftlichkeit der Strecke. Besonders die Höhenunterschiede schienen, ohne einen viel zu teueren Tunnel, unüberwindbar. Doch wir leben in anderen Zeiten und haben neue Ideen. Wir schlagen daher eine Regionalstadtbahn statt einer herkömmlichen S-Bahn vor.“ Diese Züge könnten einen mehr als doppelt so hohen Höhenunterschied überwinden. Zudem lebe man in einer anderen Zeit. Die Schiene bekomme durch den Klimawandel mehr Gewicht und Bund und Länder unterstützen neue Strecken mit neuen Fördermitteln. Mit bis zu 90% könne eine solche Strecke gefördert werden. Daher müsse man zumindest die Möglichkeiten für eine solche Strecke erkunden. Nagolds ehemaliger Oberbürgermeister Rainer Prewo merkte dazu an: „In anderen Ländern, ja sogar in Deutschland auf anderen Strecken werden solche Höhenunterschiede ohne Probleme gemeistert. Es braucht mit Sicherheit keinen teueren Tunnel. Die Landesregierung und Verkehrsminister Winfried Hermann haben einen ehrgeizigen Plan zur Förderung der Schiene in die Wege geleitet. Als Sozialdemokraten haben wir das lange gefordert und jetzt wird es endlich Realität. Diese Strecke ist eine neue Vision für die gesamte Region. Ist die Strecke einmal verwirklicht, rückt auch ein Anschluss für Altensteig in greifbare Nähe. Wenn wir unsere Region in Richtung Stuttgart und Tübingen anbinden können, nutzt das dem Tourismus in der gesamten Region und erleichtert Pendlern den Umstieg auf die Bahn.“ Der Wildberger Stadtrat David Mogler war von Prewos Idee begeistert. Man wolle in Wildberg die Stadtmitte rund um den Bahnhof ausbauen: „Wenn wir dann einen Anschluss an Stuttgart hätten, würde Wildberg davon immens profitieren. Eine solche Strecke könnte ein Motor für den Tourismus in den Schwarzwald sein und Pendlern, Schülern und Studenten das Leben erleichtern.“ Markus Geisler brachte seine Bedenken zur Sprache und sorgte sich um zukünftige Haltepunkte in Emmingen und Gündringen. Rainer Prewo antworte auf diese Bedenken, dass er die Haltepunkte in Gündringen und Emmingen für wichtig halte. Eine neue Strecke nach Herrenberg würde eine Verbesserung für die gesamte Region bedeuten. Es brauche aber auch entsprechende Zubringersysteme mit regelmäßig verkehrenden Bussen. Stadtrat Daniel Steinrode stellte dazu klar: „Das vorgelegte Konzept nach Herrenberg steht nicht im Widerspruch zu bestehenden Projekten. Im geplanten Deutschlandtakt ist für Gündringen / Schietingen leider kein Haltepunkt geplant, weder für die Kulturbahn noch für den Metropolexpress. Wir sind für den Metropolexpress und wir setzen uns ein für die Haltepunkte in Gündringen und Emmingen.“ Auch Roland Esken, Vorsitzender des Vereins Württembergische Schwarzwaldbahn, bekundete seine Unterstützung für dieses neue Projekt. SPD Kreistagsfraktionsvorsitzende Ulla Utters lenkte das Augenmerk besonders auf zwei Vorteile von dieser Idee. Zu aller erst sei es ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Zweitens sei die Strecke ein enormer Gewinn für alle Pendler in der Region. Landtagskandidat Philipp Göhner lobte am Ende der Veranstaltung das Engagement von Ulrich Mansfeld und Rainer Prewo, sowie der SPD Kreistagsfraktion: „Ich kann dieses Konzept und diesen Antrag nur unterstützen. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen ist dieser Bahnanschluss eine tolle Idee. Rainer Prewos Engagement hat Nagold bereits in eine neue Zeit geführt. Ich bewundere ihn für seinen hartnäckigen Einsatz für unsere Region und ich hoffe nun für unsere Region, dass der Antrag auf breite Zustimmung stößt.“

 

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