Besuch bei Wagon Automotive Nagold GmbH – Produktion undInnovation auf 17 Fußballfeldern

Veröffentlicht am 29.10.2025 in Allgemein

Was verbirgt sich hinter den hohen Hallenwänden der Firma Wagon Automotive im Nagolder Industriegebiet Wolfsberg? Wer einen Blick hineinwirft, entdeckt auf einem Gelände, das fast 17 Fußballfelder umfasst, modernste Fertigungstechnik, Präzision und Teamarbeit im industriellen Maßstab. Wagon Automotive produziert hier Karosserieteile, Schweißbaugruppen und Strukturkomponenten für internationale Fahrzeughersteller. „Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Hightech und Handwerk im Nordschwarzwald ineinandergreifen“ betonte SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode bei ihrem Besuch des Unternehmens. Gemeinsam mit Zweitkandidat Jochen Maier, dem stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Carl Staud, Markus Strinz, Daniel Steinrode und Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, bekam sie einen Einblick in die Arbeit und die Herausforderungen des Automobilzulieferers. Rolf Gaßner, Geschäftsführer von Wagon Automotive, führte die Gäste über das Gelände und durch die verschiedenen Bereiche. Auch Produktionsleiter Jan-Michael Wolfer und Mitarbeiter Zdenko Horvat waren bei dem Besuch vor Ort mit dabei und berichteten über die unterschiedlichen Arbeitsfelder und Herausforderungen. 

Beim Rundgang durch die Produktionshallen wurde deutlich, wie vielfältig die Fertigung in Nagold ist – von vollautomatisierten Anlagen für Serienfertigungen bis hin zu händischen Fertigungen sowie Spezialanfertigungen nach Kundenwunsch. Trotz des hohen technischen Standards sprach Gaßner offen über die Stolpersteine, mit denen viele Betriebe zu kämpfen haben: „Wir brauchen Verbindlichkeit, auf die wir uns verlassen können“, so Gaßner und fügte hinzu: „stetige Änderungen, zu viele Auflagen und Nachweispflichten binden Personal und Energie – Ressourcen, die wir lieber in Innovation und Ausbildung stecken würden.“

Im anschließenden Austausch stellte das Unternehmen Zahlen und Fakten zur wirtschaftlichen Entwicklung vor. Dabei wurde deutlich: Viele Betriebe in der Region arbeiten effizient, stoßen aber an Grenzen. Themen wie Infrastruktur, Bürokratie, Fachkräftemangel und Energiepreise bestimmen zu häufig den Alltag. 

Jochen Protzer ergänzte mit Blick auf die aktuelle Situation im Nordschwarzwald: „Die Beschäftigungsquote ist weiterhin hoch, doch viele Betriebe in der Region sind in Kurzarbeit. Das kann nur eine mittelfristige Lösung für die Unternehmen und Beschäftigten sein.“ 

Mit rund 650 Mitarbeitenden in Nagold und einem Umsatz von 209 Millionen Euro im Jahr 2024 stellt Wagon eine wirtschaftliche Größe dar. Mit derzeit 26 Auszubildenden in der Lehrwerkstatt in einem eigenen Werksbereich arbeitet Wagon zukunftsorientiert an der Sicherung von Arbeitskräften.

Für Daniela Steinrode steht fest: „Unsere Unternehmen sind das Rückgrat der Region. Sie sind Ausbildungsbetriebe, sichern zahlreiche Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft, aber sie brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen, den Ausbau der Infrastruktur und weniger Bürokratie. Nur so bleibt der Standort Nordschwarzwald attraktiv und zukunftsfähig.“

Der Besuch bei Wagon Automotive machte deutlich, wie viel Innovationskraft und Verantwortungsbewusstsein in der regionalen Industrie stecken – und dass nachhaltige Wirtschaftspolitik vor allem dort entsteht, wo Politik und Wirtschaft im offenen Dialog zusammenkommen.

 

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