SPD legt ein Investitionsprogramm von rund 3,5 Milliarden Euro vor

Veröffentlicht am 06.02.2009 in Landespolitik
Claus Schmiedel

Das Konjunkturpaket des Bundes mit dem Kernstück eines umfangreichen öffentlichen Investitionsprogramms ist in aller Munde. Viele Kommunen stellen sich jetzt darauf ein, diese Investitionen vor Ort auch konkret umzusetzen.
Bei der Umsetzung in Baden-Württemberg spielt die Landespolitik eine besonders wichtige Rolle, denn die Bundesgelder fließen nicht direkt an die Kommunen im Land, sondern über den Landeshaushalt.

Nachdem die SPD bereits im Dezember ein Konjunkturprogramm des Landes gefordert hatte und die Landesregierung dieser Forderung dann zögerlich und unzureichend und bislang auch nur rhetorisch nachgekommen ist, wird es nun konkret. Die Landesregierung beabsichtigt, die Umsetzung des Programms bereits im Februar im Zuge der dritten Lesung des Haushalts 2009 durch den Landtag zu bringen.

Die SPD-Landtagsfraktion hat klare Positionen entwickelt. Fraktionsvorsitzender Claus Schmiedel: „Angesichts der negativen Wirtschaftsentwicklung muss schnell gehandelt werden. Die Kommunen müssen unbürokratisch über 70 Prozent der Bundesmittel verfügen können.“ Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung auf, das Konjunkturprogramm des Bundes an die schwierige wirtschaftliche Entwicklung in Baden-Württemberg anzupassen und für eine schnelle Umsetzung zu sorgen. Gerade der bundesweit einzigartige Anstieg der Kurzarbeiterzahlen im Land zeige, dass rasch und umfassend gehandelt werden müsse, sagte der Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel.

Er legte deshalb heute zusammen mit dem finanzpolitischen Sprecher und Fraktionsvize Nils Schmid einen eigenen SPD-Vorschlag vor, um das Programm entsprechend zu gestalten. Schmiedel: „Wir wollen die Investitionen des Bundes in Baden-Württemberg verdoppeln.“ Insgesamt sollen rund 3,5 Milliarden Euro im Land vor allem für die Bereiche Bildung und Soziales ausgegeben werden. Diese Ausgaben seien ohne neue Schulden finanzierbar, erklärte der Finanzpolitiker Schmid.

Die SPD-Vorschläge im Wortlaut (PDF, 200 KB)

 

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