SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode zu Gast im Rathaus Bad Wildbad

Veröffentlicht am 12.10.2025 in Allgemein

Bad Wildbad. Im Rahmen ihrer Tour durch den Landkreis Calw besuchte SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode gemeinsam mit der Bad Wildbader SPD-Stadträtin und 1. Bürgermeister-Stellvertreterin, Ursula Jahn-Zöhrens, Bürgermeister Marco Gauger im Rathaus. Im Mittelpunkt standen die Nachnutzung der ehemaligen Sana Klinik, die Sanierung von Schulen und Infrastruktur sowie die besonderen Herausforderungen des ländlichen Raums.

Ein zentrales Thema war dabei zunächst die ehemalige Sana Klinik. Mit dem Berufsförderungswerk Bad Wildbad (Josefs-Gesellschaft) konnte durch den neuen Eigentümer des Gebäudes ein Partner gewonnen werden, der das Gebäude künftig für Fortbildungsangebote nach SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen) nutzt. „Es ist gelungen, eine gute Lösung zu finden, ohne dass Fördermittel zurückgezahlt werden müssen“, erklärte Gauger. Die Touristikinformation ist hier bereits Mieterin. Gleichzeitig bleibe es die Aufgabe, die noch freien Flächen sinnvoll zu beleben – etwa durch Angebote aus dem Gesundheitswesen wie Fachärzte, fügte er hinzu. Ursula Jahn-Zöhrens wies auf die prekäre Situation im Gesundheitsbereich hin: „Gerade die medizinische Versorgung ist kritisch. Bad Wildbad hat derzeit keinen Kinderarzt, was

Darüber hinaus standen kommunale Projekte im Mittelpunkt.

Auch die Sanierung des Waldfreibads Calmbach mit einem Investitionsvolumen von rund neun Millionen Euro war Thema. Schon jetzt hat die Stadt beschlossen, 1,6 Millionen Euro in die Technik zu investieren – bislang ohne Zuschüsse. Hinzu kommt ein erheblicher Sanierungsstau bei den Schulen. „Wir brauchen dringend zusätzliche Mittel, um den Investitionsbedarf zu decken und die Bildungsqualität langfristig zu sichern“, machte Gauger deutlich.

„Wenn Familien keinen Kinderarzt mehr finden, wenn Schulen dringend saniert werden müssen und Kommunen bei Investitionen auf der Stelle treten, dann zeigt das ganz klar: Der ländliche Raum, und besonders unser Kreis Calw, braucht deutlich mehr Gewicht und eine stärkere Stimme in Stuttgart“ betonte Daniela Steinrode während des Gesprächs. Steinrode fügte hinzu: „Es geht um die Lebensqualität der Menschen hier vor Ort – und darum, dass unsere Kinder und Jugendlichen die besten Chancen bekommen.“

Drei klare Erwartungen formulierte Bürgermeister Marco Gauger im Gespräch an die Landespolitik: zum einen sollte die Förderlandschaft vereinfacht werden und insbesondere Gelder aus dem Bundesinvestitionsprogramm direkt an die Kommunen fließen, zweitens müsse der ländliche Raum in der Landespolitik eine stärkere Rolle spielen, um die Interessen kleinerer Städte und Gemeinden gegenüber den Ballungszentren durchzusetzen, wie beispielsweise mit einem Förderprogramm für kommunale Straßen und Wege. Und drittens müsse das Baurecht entschlackt werden, um Investitionen nicht durch komplizierte Vorschriften auszubremsen. Das verschärfe die ohnehin angespannte Lage für Wohnungssuchende zusätzlich.

Ursula Jahn-Zöhrens, die sich auch im SPD-Kreisvorstand engagiert, unterstrich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit von Kommune und Land sei: „Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir Bad Wildbad weiterentwickeln und die Lebensqualität hier sichern.“ Daniela Steinrode hob die besondere Attraktivität der Stadt hervor – von der Sommerbergbahn über die Thermalbäder bis hin zum Baumwipfelpfad: „Bad Wildbad ist ein touristisches Juwel unserer Region.“ Auch Mobilfunk, Artenschutz und Finanzen kamen zur Sprache. Trotz knapper Einnahmen sieht Gauger Bad Wildbad gut aufgestellt: „Bad Wildbad muss für Stuttgart und Karlsruhe das immer lohnenswerte Ziel sein, was der Tegernsee für München ist.“

 

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