Anna Ohnweiler als neues Mitglied in der SPD-Fraktion Nagold begrüßt

Veröffentlicht am 21.03.2023 in Kommunalpolitik

Die neue SPD Fraktion im Nagolder Gemeinderat

In der letzten Fraktionssitzung der SPD Nagold begrüßten die Fraktionsmitglieder ihr neues Mitglied Anna Ohnweiler. Mit Ohnweiler zieht seit langem wieder eine Frau für die SPD in den Rat der Stadt ein. Ohnweiler wird in der nächsten Sitzung des Gemeinderates als neue Gemeinderätin der Stadt Nagold verpflichtet und ihre Arbeit aufnehmen. Sie rückt für den ehemaligen evangelischen Pfarrer für Vollmaringen, Schietingen und Gündringen Daniel Geese nach, der seit 01. März eine neue Pfarrstelle in Stuttgart Botnang bekleidet.

Die 73 jährige, stark ehrenamtlich engagierte Bürgerin aus Nagold wurde in Hermannstadt (Sibiu) in Rumänien in einer Familie der deutschsprachigen Minderheit der Siebenbürger Sachsen 1950 geboren und ist dort aufgewachsen. 1979 folgte Anna Ohnweiler ihrem Ehemann als Spätaussiedlerin mit der gemeinsamen kleinen Tochter nach Nagold. Ohnweiler arbeite zunächst als Lehrerin und später als Leiterin der Altensteiger Bildungseinrichtung des CJD. Anna Ohnweiler hat zwei erwachsenen Kinder und drei  Enkelkinder, die einen wichtigen Teil ihres Lebens einnehmen.

Ihrem stark ausgeprägten Wunsch folgend, die Gesellschaft nachhaltig, gerecht und sozial zu gestalten, engagierte sich Anna Ohnweiler bereits viele Jahre politisch. Zunächst war sie dabei für die CDU aktiv und kandidierte unter anderem 2004 auch für das Europaparlament auf der Liste der CDU. Ihre politische Heimat fand Ohnweiler jedoch vor fünf Jahren in der SPD, wo sie sich und ihre politischen Themen stärker verwurzelt sieht und wo sie sich in die politische Arbeit der SPD Nagold auch als Mitglied im Vorstand des Ortsvereins einbringt.

 

Als Ohnweiler einmal gefragt wurde, weshalb sie sich nach 20 Jahren CDU jetzt in der SPD einbringen möchte, war ihre Antwort kurz: „Ich musste feststellen, dass meine politischen Schwerpunkte eher in der SPD verortet sind. In so einem Fall bin ich konsequent, da mir immer nur die Umsetzung der Ziele wichtig ist, konsequent bis dahin, auch nach 20 Jahren eine politische Partei zu wechseln.“

Ihre Jugend und Jahre als junge Frau in der kommunistischen Diktatur unter dem rumänischen Diktator Nicolae Ceausescu prägten Ohnweilers politischen Schwerpunkte ein Leben lang. Eintreten für Demokratie, für Gerechtigkeit und für Menschrechte ist ihr immens wichtig und in ihrem politischen Denken nicht verhandelbar. Dabei setzte und setzt sie sich insbesondere auch für intergenerative Gerechtigkeit gegenüber zukünftigen Generationen ein: Kinder, Jugendliche und deren Zukunft aber auch Bildung waren ihr nicht nur während ihres Berufslebens eine Herzensangelegenheit. So engagiert sich Anna Ohnweiler lange als Leiterin des „Arbeitskreises Kinder“ des Nagolder Bürgerforums und war dadurch auch als hinzugezogene sachkundige Einwohnerin für den Kultur- und Sozialausschuss des Nagolder Gemeinderates aktiv. Auch der Natur- und Klimaschutz stehen ganz oben auf ihrer Agenda, ebenso wie Integration und Soziale Gerechtigkeit wie beispielsweise beim Themenschwerpunkt Wohnraum. Doch Ohnweiler engagiert sich auch weit über die Grenzen Nagolds hinweg. Als Gründerin von „Omas gegen Rechts Deutschland“ erlangte sie überregionale Bekanntheit. Das Bündnis richtet sich gegen Rechtsextremismus, Diskriminierung, Antisemitismus und die Ausgrenzung von Minderheiten und möchte sich durch Protestaktionen für die Demokratie und Menschenrechte sowie für gerechte Teilhabe aller parteiübergreifend einsetzen.

 

Der Fraktionsvorsitzende der Nagolder SPD freut sich auf die Zusammenarbeit mit Anna Ohnweiler, die durch ihr Engagement und ihre Erfahrungen die Arbeit der Nagolder SPD im Gemeinderat bereichern und verstärken wird. Anna Ohnweiler wird die Fraktion der SPD im Kultur-, Umwelt-, und Sozialausschuss sowie im Beirat für Integration und Sprachförderung.

 

Text und Bild: Daniela Steinrode

 

 

 

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