Der SPD Ortsverein Wildberg

90 Jahre Frauenwahlrecht: Frauen, macht Politik!

Pressemitteilungen

Pressemitteilung von Saskia Esken der SPD-Bundestagswahlkandidatin anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März.

Als Marie Juchacz (SPD) am 19. Februar 1919 als erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung vor einem deutschen Parlament sprach, löste ihre Anrede „meine Herren und Damen“ noch Heiterkeit aus. „90 Jahre alt ist unser Frauenwahlrecht – das Recht, zu wählen und das Recht, sich zur Wahl zu stellen – und es zu erreichen, war ein harter Kampf zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Und auch wenn Frauen in unseren Parlamenten im Lauf dieser Zeit eine Selbstverständlichkeit geworden sind, sind sie immer noch bei weitem nicht nach ihrem Anteil in der Bevölkerung vertreten.“ Darauf weist Saskia Esken, die SPD-Kandidatin für die Bundestagswahl, anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hin. Nachdem der Anteil der Frauen im Deutschen Bundestag lange Jahre weit unter 10% stagniert hatte, beträgt er heute immerhin 32 Prozent. Im Europaparlament sind es 30%, im baden-württembergischen Landtag etwa 24%. „Erst mit ihrem Eintreten für das Frauenwahlrecht, dann mit ihrem Parteitagsbeschluss für eine 40%ige Frauenquote 1988 in Münster haben vor allem die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Deutschland den Frauen den Weg in die Politik geebnet“, so die SPD-Kandidatin aus Bad Liebenzell. In den Kommunalparlamenten in Baden-Württemberg hingegen sind die Frauen immer noch deutlich unterrepräsentiert. „Obwohl Frauen 52% der Wahlberechtigten stellen, sind sie in den Gemeinderäten im Schnitt zu 21% und in den Kreistagen sogar nur zu 15% vertreten. Das ist eigentlich ein Skandal!“ sagt Saskia Esken. Dank grüner und sozialdemokratischer Quotenregelungen würden zwar fast 30% Frauen auf den Kommunalwahllisten antreten, dann aber nicht mit dem gleichen Erfolg gewählt werden wie die Männer. "Und jeder, der zur Zeit Listen aufstellt, weiß, wie schwierig es ist, gerade jüngere Frauen zu motivieren: sie erziehen Kinder, sorgen für ihre Familien, pflegen Angehörige und sollen dann noch den Spagat zwischen dem beruflichen und dem ehrenamtlichen Engagement meistern." Insbesondere im Wahlkreis Calw /Freudenstadt, wo der Anteil der Frauen in den Kommunalparlamenten bis heute noch unter 10% liegt, ruft Saskia Esken die Frauen auf, von ihrem hart erkämpften aktiven und passiven Wahlrecht Gebrauch zu machen: „Treten Sie an, stellen Sie sich zur Wahl – so manche Kommunalwahlliste auch in Ihrem Wahlbezirk dürfte noch weibliche Verstärkung gebrauchen können!“ Auch wenn es dann im bevorstehenden Superwahljahr ans Wählen geht, will Saskia Esken die Frauen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen: „Wir Frauen können mit unseren Stimmen selbst mit entscheiden, ob und wieviele Frauen in unseren Parlamenten die Lebenswirklichkeit, die Interessen und die Sichtweise von Frauen vertreten!"
 

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