Steinbrück: „Wir brauchen mehr Wir“

Veröffentlicht am 10.12.2012 in Wahlen

Mit einer sehr sozialdemokratischen und für seine Verhältnisse nachdenklichen Rede überzeugte Peer Steinbrück am vergangenen Sonntag 93,5% der Delegierten des außerordentlichen Parteitags in Hannover. Mit deutlichen Worten sprach er sich für einen gesetzlichen Mindestlohn aus, für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, für die Solidarrente, die Bürgerversicherung, für eine zügige Umsetzung der Energiewende, für sozialen Wohnungsbau, für Investitionen in die Bildung und für die Durchsetzung der Politik gegen die Finanzmärkte. Damit wichtige öffentliche Investitionen nicht ausbleiben und man z.B. ein Schulgebäude nicht daran erkennen muss, dass es das Heruntergekommenste in der Stadt ist (ein echter Steinbrück, diese Ausdrucksweise), wird die SPD nach der Regierungsübernahme die Steuern erhöhen.

Die zentrale Botschaft der Rede des Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück aber lautete: „Wir brauchen wieder mehr Wir und weniger Ich“. Dazu gehört es, dass die SPD kein Kanzlerwahlverein ist, sondern eine großartige, traditionsreiche Mitgliederpartei mit einem starken Kandidaten und einem gemeinsamen Ziel: Die Spaltung der Gesellschaft überwinden, die sich in unterschiedlichen Arbeitswelten, unterschiedlichen Bildungschancen und der zurückgehenden öffentlichen Daseinsvorsorge durch unterfinanzierte Kommunen vollzieht. Saskia Esken, Parteitagsdelegierte und Bundestagskandidatin der SPD im Wahlkreis Calw/Freudenstadt

 

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